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Hallo Leute!

Schon zum zweiten mal in diesem Jahr ging es in den Urlaub. Diesmal nach Kroatien auf die Insel Krk – das war mal wieder ein richtiger Faulenzer Urlaub für mich. Die Details berichtet euch mein Frauchen:

Insel Krk – Tipps für euren Urlaub

Die Insel Krk wird in den meisten Reiseführern nur mit einem Kapitel erwähnt – dies fanden wir wenig hilfreich da wir die Insel auch abseits der Touristenpfade erkunden, einsame Buchten entdecken und die wilde Natur der Insel erwandern wollten. Karten/Reiseführer bekommt man leider nicht über das Internet jedoch problemlos vor Ort in jeder Touristinfo. Wir haben uns folgendes Material besorgt

  • Straßen- und Touristenkarte Otok Krk 1:50 000 (ca. 30 Kuna)
  • Wanderkarten-Set „Hiking Trails“ der ganzen Insel (kostenlos)
  • Stadtplan von Vrbnik (dort war unsere Ferienwohnung/ ebenfalls kostenlos)
  • Krk Reiseführer (jede Menge Tipps zu jeder Ortschaft auf der Insel und Wanderungen)

Für unseren Aufenthalt buchten wir eine Ferienwohnung in Vrbnik einer kleinen Ortschaft im Osten der Insel. Dies war keine schlechte Entscheidung da wir von dort aus in jede Ecke der Insel nur ca. 30 min. Fahrtzeit hatten.  Verkehrsgünstig liegen auch die Städte Krk, Punat und Malinska.

Tag 1 + Tag 10: Vrbnik/U. Potovosce/U. Sv. Juraj

Nach einem stressigen Anreisetag wollten wir unseren ersten Urlaubstag natürlich an einer einsamen Bucht beginnen. Unsere Wahl fiel auf den Strand Potovosce der in unserem Stadtplan mit einem schönen Bild eingezeichnet war und einen erholsamen Tag versprach. Dort hinzufinden war jedoch nicht so einfach. Nirgends war ein Schild und die Straße die wir anhand von unserer Karte fanden stellte sich als schlecht befahrbarer Schotterweg heraus. (Direkt am Ortseingang rechts zwischen dem Weinkeller Gospoja und der Kirche Sv Nedija geht ein Weg hinein – diesem bis zum bitteren Ende folgen.) Die Schotterstraße führte uns wirklich bald auf eine Asphaltstraße und schließlich zu der ersehnten Bucht. (Zurück findet man dann auch eine durchgehend asphaltierte Straße)

An der Bucht angekommen waren wir jedoch etwas enttäuscht – der Strand selbst war wunderschön – nur gab es nirgends Schatten und es war doch schon einiges los. Am Parkplatz entdeckten wir einen Wanderwegweiser der zu einer weiteren Bucht wies:

Wir stiefelten also rechter Hand die Küste auf dem gut markierten Weg entlang. Ein Blick zurück zum Strand Potovosce (am Tag 10 beim zurückwandern aufgenommen):

Bald schon wurde der Weg immer schlechter und wir kämpften uns zwischen Salbeisträuchern und stacheligen Büschen hindurch…

…doch wir wurden belohnt – nach ca. 20 min. hatten wir diese Bucht (vermutlich Uvala Sv. Juraj) erreicht:

Bis auf ein paar Boote die in der Bucht ankerten waren wir alleine und Fenja konnte sich den ganzen Tag frei bewegen.

Tag 2: Paradiesweg zwischen Malinska und Nijivie

Am zweiten Tag wollten wir das Meer auf der anderen Seite der Insel testen. Wir fuhren mit dem Auto nach Malinska zum Anfang des Paradiesweges (in Malinska rechts halten, den Wegweisern zum Hotel folgen und weiterfahren bis zum Ende auch wenn man denkt da kommt nichts mehr).

An diesem Weg gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten meist auf den Felsen es gibt aber auch ein paar kleinen Buchten. Das einzige was uns hier nicht gefiel waren die vielen Seeigel.

Tag 3: Soline & Rudine U. Slivanjska

Die Bucht Soline ist für Ihren Heilschlamm bekannt – die meisten Leute die dort baden schmieren sich mit dem  Schlamm ein und lassen ihne trocknen. Die Bucht ist ganz flach und das Wasser brühwarm – für Kinder sicherlich gut geeignet. Auch Fenja hat Spaß daran in dem Wasser herumzulaufen. Da wir jedoch gerne schnorcheln und klares Wasser bevorzugen blieben wir nur kurz und fuhren dann weiter Richtung Norden.

Im Internet fand ich die Empfehlung für die U.Slivanjska einem Sandstrand unweit der Höhle bei Rudine (s. Wanderkarte) . Dort geht es ganz flach ins Wasser. Dieser Strand wäre sicherlich sehr schön und für Familien mit kleinen Kinder super geeignet wenn nicht so unglaublich viel Müll dort herumliegen würde. Für Fenja war die dortige Wiese toll – hier konnte sie sich richtig austoben.

Tag 4: Pinezici/L. Torkul und Stadt Krk

Auf unserer Karte suchten wir auf Gut Glück nach einer neuen Bucht im Südwesten der Insel und fanden einen Strand bei Pinezici eingezeichnet. In dem kleinen Ort waren gleich zwei Badebuchten ausgeschildert. Zunächst wählten wir die linke Möglichkeit und konnten mit dem Auto bis zu einem kleinen Hafen fahren – dort waren jedoch nur Betonflächen. Wir fuhren zurück und nahmen den anderen Weg. Dieser Wegweiser führte uns auf eine sehr schlechte Schotterstraße mit riesigen Schlaglöchern. Da unser Auto nicht wirklich geländetauglich ist und die Straße immer steiler wurde stellten wir es auf der Hälfte der Strecke an einem Feldweg ab. Den Rest (ca. 5 Min.) gingen wir zu Fuß – unten angekommen waren wir wieder an einem kleinen Hafen der zwei hübsche Buchten mit glasklarem Wasser bereithielt. Dort waren schon Leute so das wir noch ein Stück weiter links an den Felsen entlangwanderten und nach kurzer Zeit an diesen wunderschönen kleinen Strand kamen. Hier verbirgt sich ein wahres Schnorchelparadies – es gab Seesterne, Krabben, sehr viele Fische und fast keine Seeigel.

Nach dem Badetag schauten wir uns noch die Stadt KrK an – diese präsentiert sich Abends besonders schön und bietet alles was das Urlauberherz höher schlagen lässt: Einen historischen Stadtkern, kleinen Gassen mit winzigen Läden, eine hübsche Kirche und eine Strandpromenade mit Verkaufsständen und viele gute Restaurants.

Tag 5: Baska / Wanderung  „Weg  zum Mond“

Nach so viel Erholung stand nun eine Wanderung auf dem Programm. Unser Krk-Reiseführer beschrieb die Wanderung „Weg  zum Mond“ als Highlight. Wir starteten unsere Wanderung am Friedhof Sv. Ivan (134m) oberhalb von Baska, dort kann man kostenlos parken. Die beschriebene Wanderung startet zwar in Baska, allerdings ist der Weg zum Friedhof hinauf nicht wirklich spannend da man auf der Straße läuft. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert und schlängelt sich stetig durch den Wald bergauf. Immer wieder hat man  fantastische Ausblicke auf Baska. Hat man das Waldende erreicht ist die Wanderung offiziell zu Ende – wir fanden das man aber durchaus noch auf den Gipfel wandern könnte. Am Waldende sieht man den Gipfel schon in weiter ferne.

In dieser kargen Mond-Landschaft lebt die giftige Hornviper und die schwarze Witwe. Beidem sind wir gottseidank nicht begegnet – dafür einigen Schafen. Zu unseren großen Verwunderung gibt es dort oben sogar Wasser – Fenja nutzte die Teiche gleich für ein kleines Bad.  Am Gipfel (Hlam 461m) angekommen hat man eine gute Sicht auf die umliegenden Inseln (Pag etc.).

Wieder unten angekommen wollten  wir nur noch eins – uns Abkühlen. Da war es praktisch das der lange Strand von Baska auch einen Hundestrand bereithält. Dieser befindet sich ganz am Ende im Orsteil Zarok. Anschließend schauten wir uns noch Baska’s Altstadt + Hafen an. Fenja am Hundestrand:

Tag 6: Rt. Sv. Marak/U. Melska bei Risika und Vrbnik

Heute stand wieder baden auf dem Programm – nachdem Nachmittags ein WM Spiel Deutschland war wollten wir wieder etwas in der Nähe von Vrbnik ausprobieren. Auf unserer Karte fanden wir am Rt sv.Marak einen Badestrand eingezeichnet. Dort muss man eine kleine Parkgebühr bezahlen. Der Strand am „Eingang“ ist sehr schön und bietet unter den Bäumen auch Schatten. Leider waren hier mal wieder Hunde verboten.

Vom  Parkplatz aus führt jedoch eine gut befahrbare Schotterstraße zu weiteren Buchten an denen „alles erlaubt“ ist.

Am Nachmittag wollten wir uns dann die autofreie Altstadt von Vrbnik näher ansehen. Am besten man läuft einfach „planlos“ durch die Gassen die auf Orstfremde wie ein kleines Labyrinth wirken. In Vrbnik befindet sich die angeblich engste Gasse der Welt. Wenn man durch die kleinen Gassen spaziert findet man viele schöne und alte Details an den Häusern und auch auf den Straßen.

Hier sieht man noch den „schönsten“ Strand von Vrbnik (Hunde verboten) der mit der blauen Flagge ausgezeichnet ist:

Tag 7: Halbinsel Prniba, Punat, Stara Baska

Heute war das Wetter schlecht – so beschlossen wir auf der Halbinsel Prniba mit Fenja einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Leider waren die anderen Touristen die sich dort umsehen wollten fauler wie wir so dass uns ab und zu Autos entgegenkamen. Am Ufer entlang hat man einen schönen Blick auf die Klosterinsel Kosljun und Punat. Bei schönem Wetter gibt es entlang des Ufers immer wieder Möglichkeiten ins Wasser zu gehen. Leider ist die gesamte Halbinsel sehr vermüllt.

Der Hunger trieb uns dann nach Punat – an der Uferpromenade gab es zahlreiche Imbissstände nur kein richtiges Restaurant. Erst am Campingplatz Pila wurden wir fündig – dort wurden wir sehr nett und herzlich bedient.

Am späten Nachmittag kam dann doch noch die Sonne durch so dass wir noch nach Stara Baska fuhren. Wir folgten der Straße bis zum Ende und entdeckten dort einen schönen Strand. Die Landschaft um Stara Baska ist wirklich sehenswert. Zwischen schroffen kahlen Felsen gibt es immer wieder grüne Stellen an denen viele Kräuter wachsen und Schafherden weiden. Wir wanderten noch ein bisschen an einem Küstennahen Weg entlang und entdeckten eine alte (aus der römerzeit? stammende) Kirche.

Tag 8: Wanderung bei Kras – Vela Gromaca – Sv. Juraj – Dolovo

Wieder ein Regentag. Wir fuhren nach Kras und parkten auf dem Friedhofsparkplatz – von dort starten einige gut gekennzeichnete Wanderwege. Zunächst sahen wir uns eine Kirchenruine neben dem Funk/Handymasten an. Weiter ging es zum Aussichtspunkt=riesengroßer Steinhaufen Vela Gromaca.

Wir entschieden uns dann noch weiter zu laufen und gingen den Weg Richtung Dolovo. Dieser Teil der Insel ist sehr grün und hat sehr dichte Wälder. Wenn man dort wandert fühlt man sich ein bisschen wie im Dschungel. Deswegen entdeckten wir auch erst auf den zweiten Blick was der Wald verbarg. Völlig überwuchert von Wurzeln und Efeu fanden wir das verlassene Dorf Dolovo. 

In einem der Häuser schien es gebrannt zu haben – Teile der Einrichtung waren noch vorhanden.

Tag 9: Omisalj/Njivice

Das Wetter war immer noch nicht besser. In Omisalj parkten wir nahe dem Kreisverkehr und liefen durch den Park Dubec nach unten zum Hafen und durch den Ort wieder zurück. Den Park Dubec hätten wir sicher schöner gefunden wenn nicht überall Hundekot, Scherben und Müll herumgelegen wäre. Der ganze Ort machte auf uns den Eindruck  in der Zeit stehengeblieben zu sein. Obwohl im Hintergrund die Industrie von Rijeka zu sehen ist hat Omisalj durchaus sehr schöne Seiten.

Nijvice ist ein nettes Städtchen – wer hier Urlaub macht wird sicher gut erholt heimfahren. Neben vielen guten Restaurants, einer kleinen Hafenpromenade gibt es hier für jeden den richtigen Strand…

für Hundebesitzer:

für Rollstuhlfahrer:

Und natürlich gibt es einen öffentlichen Strand mit einer tollen Bar und lustigen Umkleidekabinen (der Werbung können wir nur zustimmer – dieses Bier ist wirklich lecker):

Den letzten Tag – bevor es weiter zu den Plitvicer Seen ging – haben wir dann nochmal am Paradiesweg verbracht.

Ich hoffe der Urlaubsbericht hat euch gefallen – falls ihr Fragen oder Anregungen habt dürft ihr mir gerne schreiben!

3 Reaktionen zu “Insel Krk”

  1. am 04 Mrz 2011 um 15:06Tina

    Salut, Wir wollen Ende April für zwei Wochen nach KRK. Wir: 2 Erwachsene, 2 Kinder und ein Hund, suchen ein Dorf oder Stätdchen als Ausgangsbasis für Besichtigungen und Wanderungen. Es sollte aber auch ein Ort sein, der interessant genug ist, um mal einen Tag dort zu bleiben. Kannst du was empfehlen?
    Danke
    Tina

  2. am 04 Mrz 2011 um 16:45Ines

    Hallo Tina,

    Ende April ist es auf Krk sicherlich noch sehr ruhig auch in den Touristen-Orten. Wir waren damals in Vrbnik – das liegt an der Ostküste und konnten von dort alle Ortschaften in längstens einer 3/4 Stunde erreichen. Vrbnik ist ein schönes Städtchen aber man hat es an einem Tag angeschaut und es ist nicht viel ausenrum und da es dort wirklich sehr steil (Steile Klippen) ist gibt es auch wenig Wanderwege (und keinen Einkaufsladen).
    Ich könnte mir vorstellen das für euch Malinska, Njivice oder die Stadt Krk günstig sein könnte. Man ist von dort in der nähe der Hauptverkehrsstraße die durch die Insel verläuft und von daher schnell in jedem anderen Ort. Zum wandern fanden wir besonders die Region um Dobrinj und Baska toll – aber man kann eigentlich auf der ganzen Insel gut wandern – die ganze Insel ist sehr abwechslungsreich. Ich empfehle euch das kostenlose Wander-Kartenset zu holen (gibts in den Touristenbüros).
    Zur vorab Info fand ich auch das Kroatien-Forum gut http://www.adriaforum.com/kroatien/insel-krk/

    Viel Spaß in eurem Urlaub
    Ines

  3. am 28 Nov 2018 um 08:41Sabine

    Hallo! Die Grabsteine auf dem Foto Nr. 28, wo ist das genau? Das würde ich mir gerne anschauen.
    Danke und liebe Grüße

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